Für Artenschutz in Bayern Sieg für die Bienenschützer

Jetzt muss Ministerpräsident Markus Söder reagieren: Das Volksbegehren unter dem Motto „Rettet die Bienen“ zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern hat die erforderliche Zahl an Unterschriften erreicht.

Bienenstock

DPA

Das Volksbegehren zur Bewahrung der Artenvielfalt hat in Bayern nach Angaben der Initiatoren vorzeitig eine entscheidende Hürde genommen. Bis Dienstagmittag hätten sich mehr als eine Million Menschen in Unterschriftenlisten eingetragen, hieß es aus Kreisen der Initiatoren des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, darunter auch der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz.

 

Für einen Erfolg waren Unterschriften von mehr als zehn Prozent aller Wahlberechtigten nötig – also knapp eine Million. Die offiziellen Zahlen will der Landeswahlleiter am Donnerstag vorlegen. Sie könnten noch deutlich höher liegen, da viele Kommunen in der Übersicht der Initiatoren noch fehlten.

Ziel ist es, zehn Prozent des Grünlands in Bayern zu Blühwiesen zu machen. Flüsse und Bäche sollen künftig besser vor Dünger und Pestiziden geschützt werden. Außerdem sollen alle vom Staat bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen ohne Pestizide auskommen und die ökologische Landwirtschaft per Gesetzesverordnung massiv ausgebaut werden. Das sind nur einige der Forderungen für eine Novelle des Naturschutzgesetzes.

Söder ruft zu rundem Tisch auf

Das Volksbegehren könne das erfolgreichste seit über fünfzig Jahren werden, erklärten die Initiatoren. Sie riefen zu weiteren Unterschriften bis zum Ende der Eintragungsfrist am Mittwoch auf, um möglichst großen Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu machen.

Söder hat bereits zu einem runden Tisch für mehr Artenvielfalt eingeladen. Am Dienstag kommender Woche solle „parteiübergreifend“ nach Lösungen gesucht und offen diskutiert werden, kündigte Söder per Twitter an. „Unser Ziel ist ein gesellschaftlicher Konsens.“ Die Natur solle nicht gegen die Bauern geschützt werden, sondern mit ihnen.

Quelle: Spiegel.de

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