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Wir möchten mit dem Projekt „Grüne Stadt“ aktiv einen Beitrag leisten, die Artenvielfalt im städtischen Bereich zu erhalten.

In den letzten Jahren hat sich eine paradoxe Entwicklung abgezeichnet. Deutlich wird das zum Beispiel daran, dass sich die Imkerei vom ländlichen in den städtischen Raum verlagert. Woran liegt das?

Während im ländlichen Raum die intensive artenvernichtende Landwirtschaft vorangetrieben wird und dadurch die Zahl von Wildkräutern und nützlichen Insekten in bedrohlichem Maße abgenommen hat, konnten im urbanen Raum diese Arten überleben. Das „städtische Bewusstsein“ für ökologische Themen hatte sich verändert und zog einen Trend vom englischen Rasen hin zu Wildblumenwiesen, hier und da Herbstlaub- und Totholz liegen lassen und anderen kleinen Maßnahmen nach sich, mit beträchtlichem Erfolg für die Biodiversität.

Dieser Lebensraum ist jetzt ebenfalls bedroht. Verstärkte Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit naturfernen Materialien, Flächen- und Fassadenversiegelungen machen es Tieren wie Vögeln, Fledermäusen und nicht zuletzt Insekten schwer bis unmöglich, Nahrungsquellen Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten zu finden. Das bedroht die Artenvielfalt.

In Europa existieren noch fünf Honigbienenarten. Diese sind, da sie einen Wirtschaftsfaktor darstellen, recht gut geschützt. Daneben aber gibt es allein in Deutschland 555 bekannte Wildbienenarten ohne Lobby, die neben anderen Insekten meist unbeachtet große Dienste an der Natur und damit auch an uns Menschen leisten.

Einige dieser Wildbienen sind nur 1,5 mm groß und leben anders als die Honigbiene nicht im Volk, sondern solitär in z. B. Mauern, in der Erde oder in Totgehölzen. Für die Bestäubung kleiner Blüten, Sträucher und Obstbäume sind diese kleinen Bienen nötig. Außerdem bilden sie die Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere und tragen auf diese Weise erheblich zum Gleichgewicht im Naturkreislauf bei.

Als kleine Hilfestellung zum Überleben bauen wir deshalb Insektenhotels.

Über Materialspenden würden wir uns sehr freuen. Kontakt: info@arbeitsweg.org – Tel.: 030 – 120 23 500